Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (343) zum Erntedankfest 2026

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00:00:00: Annacht zum Erne-Dankfest, am vierten Oktober.

00:00:06: Äpfel und Birnen, Kartoffeln und Möhren – ein großer Leibbrot.

00:00:10: So sieht es jetzt zum Ernedankfest in vielen Kirchen aus Und es riecht nach Herbst.

00:00:16: Menschen bringen etwas von dem was sie in ihren Gärten auf den Feldern gewachsen ist.

00:00:21: Sie halten inne und sagen Danke Ein schöner Brauch Aber vielleicht ist ihnen gerade gar nicht nach.

00:00:28: Danken zu Mutte.

00:00:30: Der Krieg am Golf, die Konflikte auf dieser Welt Menschen, die um ihr Leben fürchten, Angehörige verlieren, ihr Zuhause verlassen müssen.

00:00:39: Und die Folgen reichen bis zu uns.

00:00:42: Steigende Energiepreise Tanken ist teuer Die Sorge vor der nächsten Heizkostenabrechnung wächst.

00:00:49: und dazu die Frage Wie sicher ist eigentlich mein Arbeitsplatz?

00:00:55: Weltpolitik sitzt plötzlich mit am Küchentisch.

00:00:58: Stellen wir uns eine Mutter vor, die abends ihre Ausgaben durchgeht.

00:01:02: Miete Strom

00:01:03: einkaufen.".

00:01:05: Dann kommt die Nachricht aus der Schule – das Geld für die Klassenfahrt wird fällig!

00:01:09: Sie möchte schon, dass ihr Kind mitfahren kann natürlich….

00:01:13: Aber wo soll sie noch sparen?

00:01:16: Wer es so rechnet braucht keinen Vortrag darüber wie gut ist.

00:01:19: wir doch haben.

00:01:21: Die Unsicherheit ist da und sie lässt sich nicht wegreden.

00:01:25: Und was könnte da an den Dank heute bedeuten?

00:01:29: Dazu möchte ich eine alte Geschichte erzählen.

00:01:31: Sie steht in der Bibel im Markus Evangelium und da stellt sich die Frage, wie werden Menschen satt wenn das vorhandene offensichtlich nicht reicht?

00:01:42: Ich erzähle sie mit eigenen Worten.

00:01:45: Viele Menschen waren bei Jesus zusammengekommen.

00:01:48: schon drei Tage waren sie bei ihm.

00:01:50: nun hatten sie nichts mehr zu essen.

00:01:55: Diese Menschen tun mir leid.

00:01:57: Sie sind schon lange hier und haben nichts zu essen.

00:01:59: Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen.

00:02:04: Viele haben einen weiten

00:02:05: Weg.".

00:02:06: Und die Jünger sagten, wo soll hier in dieser einsamen Gegend jemand genug Brot hernehmen um alles sattzumachen?

00:02:13: Und Jesus sagte wie viele Brote habt ihr denn?

00:02:17: Zieben sagten sie!

00:02:19: Dabei hat Jesus die Menschen sich auf den Boden zu setzen und erham die sieben Brote, dankte Gott und brach sie in Stücke.

00:02:26: Dann gab es Sie seinen Begleitern damit sie das Brot verteilten.

00:02:30: Ein paar kleine Fische hatten sie auch.

00:02:32: Jesus sprach den Segen darüber und ließ sie ebenfalls austeilen.

00:02:36: Und alle Aßen wurden satt.

00:02:39: Anschließend sammelten sie die Reste ein und es waren sieben Körper voll.

00:02:44: Etwa viertausend Menschen waren zusammengekommen.

00:02:48: schickt die Jesus hier nach Hause.

00:02:51: Vielleicht denken sie eine schöne Geschichte, aber davon wird heute niemand satt.

00:02:56: Diese Frage darf bleiben.

00:02:58: Mich beschäftigt zunächst etwas ganz Einfaches.

00:03:01: Jesus sieht was die Menschen brauchen.

00:03:04: Er bemerkt ihren hungere Erschöpfung.

00:03:06: Er denkt an den Weg, den Sie vor sich haben und so beginnt Hilfe.

00:03:11: Jemand schaut hin, jemand nimmt wahr das sein Anderen nicht mehr weiter

00:03:15: kann.".

00:03:16: Die Begleiter von Jesus rechnen nach Sieben Brote für viertausend Menschen.

00:03:21: Ihr Einwand ist natürlich vernünftig, es reicht doch nicht!

00:03:25: Auch wir kennen das Gefühl – die Probleme sind riesig und unsere Möglichkeiten sind klein.

00:03:32: Jesus fragt trotzdem was habt ihr?

00:03:35: Vielleicht lohnt es sich diese Frage an uns heranzulassen.

00:03:39: Was ist da?

00:03:40: Was können wir miteinander anfangen?

00:03:43: Denken wir vielleicht an einen Elternmann der seit dem Tod seiner Frau meist allein Und ein Nachbarn fragt ihn, ich koche am Sonntag.

00:03:51: Möchten Sie dazukommen?

00:03:53: Am Tisch wird erzählt und zugehört!

00:03:56: Für diesen Nachmittag hat jemand an Ihnen gedacht – und vielleicht entsteht daraus etwas was beide trägt.

00:04:03: Solche Gesten beenden kein Krieg.

00:04:06: Gegen Existenz braucht es außerdem verlässliche politische Entscheidung, bezahlbare Energien Unterstützung die tatsächlich

00:04:14: ankommt.".

00:04:15: Verantwortung lässt sich nicht einfach beim hilfsbereiten Nachbarn abladen.

00:04:20: Aber wir können damit schon den Alltag leichter machen und wir dürfen selbst Hilfe annehmen, wenn unser Kraft oder unser Geld nicht

00:04:27: reicht.".

00:04:29: In der Geschichte nimmt Jesus das Brot und dankt.

00:04:32: Das sind längst nicht alles satt aber er beginnt schon das vorhandene weiterzugeben.

00:04:38: Wiederaus genug für alle wird erzählt Markus Nicht.

00:04:42: Vielleicht geschieht das Wunder auch darin, dass Menschen anfangen miteinander zu teilen.

00:04:47: Dass jemand noch etwas hervorholt, was er bisher für sich behalten hat.

00:04:51: Dass einer etwas abgibt und ein anderer merkt – ich habe ja auch noch etwas!

00:04:56: Zusammen ist mehr da als wir gedacht haben.

00:04:59: Vielleicht entdecken Menschen dabei sogar eine Fülle von der sie vorher selbst nichts wussten?

00:05:05: Weil die Sorge es könnte nicht reichen, ihren Blick so eng gemacht hatte.

00:05:10: Etwas abgeben zu können… ist ein stärkendes Gefühl.

00:05:14: Ich kann etwas beitragen, was ich habe kann einem anderen gut tun und wenn wir teilen entsteht neben dem Brot noch etwas anderes nähe vertrauen das gefühl zusammen zu gehören.

00:05:29: wer selbst kaum genug hat braucht deshalb kein schlechtes gewissen haben.

00:05:33: auch empfangen zu haben tut so dieser geschichte.

00:05:38: niemand muss erst etwas vorweisen meinen platz zu bekommen Aber am Ende sollen alles satt werden.

00:05:46: Antedank lädt uns zu diesem Blick ein, was ist da auch mitten in meinen Sorgen?

00:05:52: Was kann ich dankbar annehmen und was kann durch meine Hände weitergegeben

00:05:57: werden?".

00:05:59: Ein gesegnetes Antedunkfest wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.

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