Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (241) zum 17. Sonntag nach Trinitatis 2026

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00:00:00: Andacht für den siebzehnten Sonntag nach Trinitatis.

00:00:05: Glaube versetzt Berge, du musst nur fest genug daran glauben.

00:00:10: oder etwas skeptischer, wer es glaubt wird selig.

00:00:14: Über Glauben reden wir ziemlich oft auch ohne Kirche.

00:00:17: Vor einer Prüfung sagt jemand ich glaube an dich und plötzlich wird die Angst ein bisschen kleiner.

00:00:24: Nach einer Enttäuschung fragen wir kann ich diesen Menschen noch glauben?

00:00:29: Und dann kennen wir alle diesen Spruch, Glauben heißt nicht Wissen.

00:00:34: Wenn ich sage Ich glaube morgen regnet es, passt das vielleicht?

00:00:38: Ich vermute etwas aber ich bin nichts sicher und daraus entsteht manchmal ein Missverständnis.

00:00:44: Wer in Gott glaubt nehmen es mit dem Wissen nicht so genau oder müsse sich zwischen Glaubem und Wissenschaft entscheiden.

00:00:51: Aber wenn ich sage ich glaube an dich fehlt mir nicht einfach eine Information sondern ich vertraue

00:00:57: jemanden.".

00:00:59: In diesem Sinne meint auch der Glaube an Gott Vertrauen.

00:01:03: Wissenschaftliche Erkenntnisse muss ich dafür nicht ablehnen, sie helfen uns die Welt zu verstehen!

00:01:08: Im Glauben geht es darauf worauf Ich mein Leben gründe, worauf ich hoffe und wem mich mich anvertraue – auch dort wo Fragen offen bleiben.

00:01:18: Und wie bekommt man so einen Glaubn?

00:01:21: Manche wachsen damit auf.

00:01:23: Andere begegnen einem Menschen bei dem Sie merken das ist ein Vertrauen das

00:01:28: trägt.".

00:01:29: Da bin ich neugierig.

00:01:31: Wieder andere beginnen irgendwann zu fragen, durch ein Glück für das sie dankbar sind oder durch einen Verlust oder durch die Sehnsucht dass der Sichtbare doch nicht alles sein kann.

00:01:43: und manche sagen auch Ich weiß gar nicht ob ich glaube ich habe so viele Fragen.

00:01:49: Mit diesen Fragen kann man eine Geschichte begegnen die zu diesem Sonntag gehört.

00:01:54: Sie steht im Matthäus Evangelium Im fünften Kapitel und sie ist alles andere als gemütlich.

00:02:02: Jesus ist in der Gegend von Türes und Sidon unterwegs, eine kananeische Frau kommt zu ihm – Sie gehört nicht zum Volk Israel!

00:02:11: Ihre Tochter leidet schwer, Der biblische Text spricht von einem bösen Geist Und die Mutter ruft Jesus um Hilfe an.

00:02:19: Aber er schweigt Und seine Jünger wollen dass er sie wegschickt.

00:02:23: Jesus erklärt sein Auftrag geltet den verlorenen Menschen Israels Aber die Frau bleibt, sie kniet vor dem Nieder und bittet um Hilfe.

00:02:33: Und dann gebraucht Jesus ein hartes Bild!

00:02:35: Man nehme den Kinder nicht das Brot weg, um es den Hunden hinzuwerfen….

00:02:40: aber die Frau hält dagegen – auch die Hunde bekommen doch etwas von den Krümeln, die vom Tisch ihrer Herden fallen.

00:02:47: Darauf sagt Jesus, Frau Dein Glaube ist groß.

00:02:51: Ihre Bitte wird erfüllt, ihre Tochter wird

00:02:54: gesund.".

00:02:55: Ein gutes Ende?

00:02:57: Aber der Weg bis dahin tut weh.

00:03:00: Dass eine Mutter in Not und ausgerechnet Jesus lässt sie zunächst stehen, Und dann dieser Vergleich mit den Hunden – das klingt herabsetzend!

00:03:09: Wer beim höheren Zusammenzug hatte für einen guten Grund?

00:03:14: Ich möchte das nicht vorschnell erklären etwa dass Jesus ihren Glauben nur testen wollte….

00:03:19: Der Text sagt es nicht ausdrücklich.

00:03:21: ….

00:03:22: und der Schmerz dieser Begegnung wäre damit auch nicht verschwunden….

00:03:26: Aber mich beeindruckt, dass die Frau nicht aufgibt.

00:03:29: Sie widerspricht!

00:03:31: Sie nimmt das Bild vom Brot auf und entdeckt darin eine Möglichkeit.

00:03:35: Es kann doch noch etwas für mich übrig sein Hilfe für meine Tochter Und ich muss niemand etwas wegnehmen.

00:03:43: Vielleicht liegt genau darin ihr Glaube.

00:03:45: Sie traut Jesus eine Barmherzigkeit zu, die in seiner ersten Antwort noch gar nicht zu erkennen ist.

00:03:52: Sie bittet, sie widerspricht.

00:03:54: Sie bleibt mit ihrer nur da und hat Vertrauen trotz allem.

00:03:59: Ob Jesus durch sie seinen Blick weiten lässt?

00:04:02: Für mich legt die Geschichte diese Frage nahe.

00:04:05: Jedenfalls verändert sich die Begegnung – am Ende zählt ihre Herkunft nicht als Ausstoßgrund.

00:04:11: Jesus erkennt ihren Glauben an.

00:04:14: Ausgleichen bei einer Frau, die von außen kommt!

00:04:17: Das finde ich bemerkenswert.

00:04:19: Gerade für Menschen, die mit Kirche wenig anfangen können….

00:04:22: Die Kirche, die Traum ist keine religiöse Prüfung gestehen.

00:04:26: Sie bringt einfach ihre Sorge mit und die Hoffnung dass Jesus helfen kann.

00:04:32: Da könnte es schnell ein Missverständnis geben.

00:04:36: wenn ich also nur hartnächtig genug glaube dann wird mein Kind gesund oder auch umgekehrt.

00:04:42: Wenn es nicht gesund wird dann glaube ich nicht richtig.

00:04:46: aber genau das lässt sich aus der Geschichte nicht herauslesen.

00:04:50: Menschen beten und erleben trotzdem Verlust.

00:04:53: Menschen vertrauen und werden trotzdem enttäuscht.

00:04:57: Niemand muss sich dann auch noch vorwerfen lassen, sein Glaube sei zu klein gewesen.

00:05:02: Glaube ist keine Leistung mit der wir ein gutes Ende erzwingen.

00:05:07: Es kann ein Vertrauen sein in dem auch die Klageplatz hat Auch der Satz Gott ich verstehe dich nicht.

00:05:14: Vielleicht bin Glaube manchmal so Mit einer offenen Frage Mit einer Bitte für die uns kaum die Worte reichen.

00:05:23: Klaube versetzt Berge, sagen wir.

00:05:26: Manchmal bleibt der Berg erst einmal stehen und wir brauchen jemanden, der neben uns bleibt Die Frau ist.

00:05:33: dieser Geschichte lässt mich deshalb auch fragen Wen überhöre ich?

00:05:38: Wen empfinde ich als störend, als nicht dazu gehören?

00:05:42: Und wem könnte ich heute zeigen?

00:05:44: Deine Not geht mich etwas an.

00:05:46: Vielleicht wächst der Klaubo dort wo ein Mensch erlebt Ich werde gehört Und vielleicht ist dann dieser Anfang möglich.

00:05:54: Gott, wenn du da bist, hier bin

00:05:57: ich.".

00:05:58: Ein gesegnet Sonntag wünscht ihnen ihr Superinternent Andreas Berger.

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