Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (240) zum 16. Sonntag nach Trinitatis 2026

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00:00:00: Annacht für den sechzehn Sonntag nach Trinitatis.

00:00:04: Es gibt Worte, die begleiten einem ein Leben lang.

00:00:07: Manchmal ist es der Taufspruch oder Konfirmationsspruch, manchmal einen Satz, den uns ein Mensch mitgegeben hat – Ein Wort das wieder auftaucht wenn wir nicht mehr weiter wissen!

00:00:19: Für mich gehört ein Pferd aus dem zweiten dem Motusbrief dazu Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

00:00:31: Ich habe einmal nachgeschaut, wann ich über diesen Spruch gepredigt habe.

00:00:36: Da kamen ganz unterschiedliche Anlässe zusammen – mitten in der Corona-Pandemie im Jahr zum Eröffnung der Kreisenode.

00:00:44: Dann bei der Hochzeit meines Sohnes und meiner Schwiegertochter, sie hatten sich diesen Fers als Trauspruch ausgesucht.

00:00:52: Ich denke eine Pfarrerin mit der ich viele Jahre in einem Kirchengemeindeverband im Kirchenkreis Goter zusammengearbeitet.

00:00:59: Wir haben viel angepackt und auch manche schwere Situationen durchgestanden.

00:01:03: Gerade dann hatte sie diesen Spruch als Ermutigung für uns alle parat, Gott hat uns nicht gegeben den Geist der

00:01:09: Furcht.".

00:01:11: Wenn Sie das sagte waren die Schwierigkeiten noch da aber wir konnten sie wieder anders ansehen und gemeinsam überlegen was jetzt zu tun war.

00:01:20: Diesen Satz kann man heute gut gebrauchen wenn man morgens Nachrichten hört, wenn die Sorge um den Frieden wächst Wenn es Geld knapp wird oder ein Mensch den man liebt krank ist.

00:01:32: Manchmal reicht einen Brief, einen Anruf und die eben noch selbstverständliche Sicherheit ist dahin.

00:01:39: Dann wäre die Aufforderung Du musst mehr Mut haben ziemlich hilflos.

00:01:44: Wer Angst hat kann sie nicht einfach abschalten Und wer glaubt hat darum nicht weniger Grund sich Sorgen zu machen.

00:01:51: Das verlangt dieser Fährs auch nicht.

00:01:54: Ich höre darin die Zusage, du hast Angst aber die Angst muss ich dich ganz bestimmen.

00:02:00: Sie darf sich melden, aber sie soll nicht darüber entscheiden wie du lebst.

00:02:04: Neben ihr gibt es noch andere Kräfte, die Kraft etwas anzupacken – Die Liebe, die einen anderen Menschen sieht und die Besonnenheit, die ein Moment innehält bevor sie handelt.

00:02:16: Und Kraft kann heißen?

00:02:18: Ich mache heute den einen Anruf, den ich seit Tagen von mir her

00:02:21: schiebe."

00:02:22: Oder ich bitte jemanden um Hilfe.

00:02:25: Auch dafür braucht man manchmal

00:02:26: Mut.".

00:02:28: Und die Liebe fragt, wie geht es dem Menschen neben mir?

00:02:31: Gerade wenn wir für uns sicher sind wird unser Blick schnell eng!

00:02:34: Dann sehen wir vor allem unsere eigenen Sorgen.

00:02:37: Liebe hilft uns wahrzunehmen dass andere ebenfalls Angst haben und jemand brauchen.

00:02:43: Unbesonnenheit – Die können wir gerade in unseren aufgeregten Zeiten gut gebrauchen.

00:02:49: nicht jede empörende Nachricht sofort weiterleiten Erst einmal prüfen, zuhören sich an Urteilbilden, vielleicht auch eine Nacht darüber schlafen.

00:02:59: Kraft – Liebe und Besonderheit gehören zusammen.

00:03:03: Kraft braucht die Liebe damit sie niemandem überrollt.

00:03:06: Liebe braucht die Kraft, damit auch dem guten Gedanken auch traktische Hilfe wird.

00:03:12: Und Besonnhalt hilft beiden das Richtige zu tun.

00:03:16: Doch dieser bekannte Pferd geht noch weiter!

00:03:18: Für diesen Sonntag ist der ganze Abschnitt als Text vorgesehen Und im zweiten Timotusbrief heißt es da am ersten Kapitel, denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Frucht sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

00:03:34: Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserem Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit für das Evangelium in der Kraft Gottes.

00:03:43: Er hat uns seelig gemacht um Beruf mit einem heiligen Ruf – nicht nach unseren Werken!

00:03:49: sondern nach seinem Ratschluss und nach der Knade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt.

00:03:57: Jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Highlands Jesus Christus, der dem Tod die Macht genommen und das Leben in ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das

00:04:09: Evangelium.".

00:04:11: Das sind große zum Teil für uns fremde Worte – Knade!

00:04:15: Berufung!

00:04:16: Ein Leben, dass nicht vergeht….

00:04:19: Aber darin steht eine große Hoffnung.

00:04:22: Mein Leben hängt nicht allein daran, was ich schaffe.

00:04:25: Ich muss mir meinen Wert nicht

00:04:27: verdienen.".

00:04:28: Gott hat sich mir zugewandt längst bevor ich etwas vorweisen konnte.

00:04:33: Auch wenn meine Kraft klein ist bleibe ich bei ihm aufgehoben und diese Hoffnung reicht bis an die Grenze vor der alle wir alle stehen dem Tod.

00:04:42: Darum geht es an diesem Sonntag.

00:04:45: Im Evangelium wird von Lazarus erzählt, ein Freund Jesu der gestorben ist.

00:04:50: Jesus begegnet seinen trauernden Schwestern.

00:04:53: Er weint selbst und dann ruft er Lazarus aus dem Grab ins Leben.

00:04:59: Mich berührt das beides in der Geschichte Platz seit – die Tränen und die Hoffnung.

00:05:05: Auch wer auf Gott vertraut steht Weinen an einem Grab?

00:05:08: Der Tod tut weh!

00:05:10: Ein Mensch fehlt manchmal jeden Tag

00:05:13: neu.".

00:05:14: und mitten hinein spricht der Brief seinen vielleicht Künstensatz.

00:05:19: Christus hat dem Tod die Macht genommen, ich verstehe das als ein Versprechen.

00:05:25: Der Tod kann unser Leben beenden aber er kann uns nicht aus Gottes Liebe reisen.

00:05:31: auch dort wo wir niemanden mehr festhalten können hält Gott uns und die Menschen die wir lieben.

00:05:38: Vielleicht fällt es schwer das zu glauben, vielleicht sehnen sich sie sich danach.

00:05:43: Manchmal begeht die Hoffnung damit, dass wir uns ein solches Wort leihen und eine Weile mitnehmen.

00:05:50: Mir hilft es heute zu leben, einen Menschen anzurufen mich zu versöhnen etwas anzufangen obwohl ich nicht weiß ob es gelingt und dabei diesen Satz im Ohr zu behalten den meine Weggefährtin uns immer wieder zugesprochen hat Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

00:06:13: Dieser Spruch war übrigens auch der Lehrtext der Hannhutter Losung am sechsten September dem Wahlsonntag im Sachsen-Anhalt.

00:06:21: Diesen Geist wünsche ich uns für die kommende Woche, aber auch für unser ganzes Leben.

00:06:27: Denn er gibt uns Mut und Kraft und vor allem Besonnenheit – für alles was vor uns liegt!

00:06:34: Ein gesegnet Sonntag wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.

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