Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (331) zum 7. Sonntag nach Trinitatis
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00:00:00: Andacht für den siebten Sonntag nach Trinitatis.
00:00:05: Manchmal kann man nur staunen, dass es noch Wunder gibt auch in unseren Tagen und besondere Zeiten bringen manchmal besonders viele solcher Wunder hervor.
00:00:17: In der Wendezeit im Herbst neunzehnundneun achtzig hatte ein Auto in einem kleinen Türener Ort in der Nähe von Gotha eine Panne.
00:00:25: das Auto kam als Düsseldorf und konnte zunächst nicht weiterfahren.
00:00:29: Vor Ort wurde gerade ein kleines Fest gefeiert und es gab natürlich Bratwurst.
00:00:34: Und die Fahrer des Pannenautos wurden herzlich eingeladen, kamen mit den Leuten im Dorf ins Gespräch über das was sie so bewegte in diesen Tagen – was sie freute und was ihnen fehlte.
00:00:46: Dem Auto konnte dann sogar geholfen werden sodass die beiden ihre Fahrt weiter fortsetzen konnten.
00:00:53: Erst einige Wochen später wurde deutlich wer eine dieser beiden Personen war!
00:00:58: Es war der Vorstandsvorsitzende einer der größten Versicherungen Deutschlands, der Victoria-Versicherung.
00:01:05: Und in den kommenden Jahren hat er nicht nur den Verein Victorianer Helfen gegründet sondern sich auch in dem Ort engagiert und er hat gefragt was fehlt euch auch in der Kirche?
00:01:17: Er hat viele Kirchengemeinden damals im Landkreis Gotha versorgt mit Kopierern Büro Material was damals im Frühjahr Auch ich als junger Facher in einem Dorf am Wand von Gotha kam in den Besitz dadurch eines Kopierers und viel Batterials, was wunderbar für die Gemeinderarbeit war.
00:01:40: Und als Vorstandsvorsitzender hat er es durchgesetzt dass von allen fünfzehntausend Mitarbeitenden immer die Pfennigbeiträge ihres Gehaltes abgerundet wurden und für diesen Verein und die Hilfe verwendet worden.
00:01:54: Nun könnte man sich fragen – War das ein Zufall oder ein Wunder?
00:01:59: Was wäre, wenn er im dunklen November nur vor verschlossenen Türen gestanden hätte?
00:02:05: Hat dann die Gastfreundschaft seinen Herz berührt von Menschen, die gar nicht wussten mit wem sie es zu tun hatten aber ihn selbstverständlich eingeladen haben.
00:02:15: Dieser Begegnung fiel mir ein als ich den Text für den heutigen Sonntag klags aus dem Herr Breher Brief.
00:02:21: Dort steht – bleibt fest in der brüterlichen Liebe Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
00:02:32: Denkt an die Gefangenen als werdet ihr Mitgefangene und an die Misshandelten weil ihr auch noch im Leibe lebt.
00:02:39: Manchmal kommen uns die Engel anders als wir sie uns vorstellen – Ohne Flügel!
00:02:45: Menschen eigentlich wie du und ich, die helfen Und Gastfreundschaft also Menschen aufzunehmen Sie zu beherbergen ihnen etwas zu essen zu geben Das ist eigentlich ein urchristischer Brauch.
00:02:58: Einige haben ohne ihr Wissen Engel beherbergt, aber sie haben es eben ohne das Wissen getan auch nicht aus Berechnung – einfach aus dem gleichen Engagement wie gegenüber einem Nachbarn oder einem Bettler oder einen anderen Menschen, der ihn eigentlich nichts nützt.
00:03:17: Aber diese Gastfreundschaft ist wichtig und gilt
00:03:19: untereinander.".
00:03:21: Diese Sätze stehen so bei den letzten Ermahnungen im Herbererbrief und sie sprechen auch die Fürsorge an für Menschen, die gefangen um es handelt werden.
00:03:31: Sich einzusetzen für Gerechtigkeit, Menschen zu essen zu geben – das finden wir immer wieder in der Bibel auch am Ende des Matthäus-Avangeliums im Gleichnis vom großen Weltgericht.
00:03:43: Einfach das Nötige tun!
00:03:46: Und wir wissen alle zu einem Gemeindefest aber sonst zu einem Fest gehört Essen und Trinken Es gehört einfach dazu.
00:03:54: Es ist ein Zeichen der Gastfreundschaft und Gemeinschaft, und da geht es immer nicht nur um das Sattwerden.
00:04:01: An diesem Sonntag steht die Erinnerung an ein besonderes Mal – nämlich das Abendmahl im Raum!
00:04:08: Das Abendmal was wir kennen mit dem eher angedeutenden Leib- und Blut mit Wein- und Traubensaft und einer Hostie ist ja nur eine sehr komprimierte Fassung eines Essens dass sie erleibhaft die Stadt gefunden hat.
00:04:22: Als Jesus mit seinen jüngeren Ars gab es Brot und Wein als Zeichen, und die ersten Christen wie in der Apostelgeschichte berichtet wird hatten das Mal in den Häusern und es war verbunden mit Gebet und Segen aber allen Abendessen für alle.
00:04:39: Und schon damals kam es dann zu ersten Reibereien weil die reichen Gemeindeklieder schon angefangen hatten zu essen und nicht auf die Armen gewartet hatten die noch zur Arbeit
00:04:48: mussten.".
00:04:50: Und wo Paulus das anpackert und sagt, Das Mal ist doch für alle da.
00:04:55: Und so sagt Abenmal etwas wunderbar Verbindendes aus – Alle dürfen daran teilnehmen, allen schenkt sich der Herr in Brot und Wein!
00:05:04: Und das Abendmahl ist etwas sehr Fröhliches.
00:05:07: Für manches Abendmall vielleicht verbunden nur mit Totensondag oder der Karwoche oder auch dem Altjahrsabend?
00:05:15: Meistens ist es dann vom Wetter her auch dunkel und traurig….
00:05:19: Aber es ist ein fröhliches Mal, wo wir uns erinnern einen Gemeinschaft die Gott uns schenkt und zu der er uns alle einlädt.
00:05:27: So ein bisschen vor Weck nehmen einer Gemeinsschaft eine Herzlichkeit.
00:05:33: Und Gastfreundschaft ist ja jeder gute Gasgeber so angehalten – und dass er den anderen nicht übersieht!
00:05:40: Dass er sich um Gefangenum is Handelte kümmert und nicht fragt was bringt mir das ein?
00:05:48: ist dann manchmal schon ein Engel dabei.
00:05:51: Probieren Sie doch es einfach aus!
00:05:53: Ein gesegnene Sonntag wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.
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