Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (329) zum 5. Sonntag nach Trinitatis 2026

Transkript anzeigen

00:00:01: An Nacht für den fünften Sonntag nach Tinnitatis.

00:00:05: Es gibt Hobbys, die machen denen einen große Freude.

00:00:09: Für andere sind sie eher ein Kraus.

00:00:12: Angeln ist so ein Hobby!

00:00:14: Für die einen gibt es nichts Schöneres als stundlang am Ufer zu sitzen, die Stille zu genießen und darauf zu warten dass ein Fisch anbeißt.

00:00:23: Für Andere ist das furchtbar langweilig so passiv da sitzen, kaum zu reden und nicht einmal zu wissen ob das Warten sich lohnt.

00:00:32: Stolz sind Anglerinnen und Angler natürlich wenn sie etwas gefangen haben.

00:00:36: dann wird der Fisch fotografiert und man freut sich besonders wenn er groß ist.

00:00:41: Manchmal aber fängt man auch gar nichts.

00:00:44: die einnehmen das gelassenen und freuen sich trotzdem über die Erholsame Stille.

00:00:48: Andere ärgern sich Aber wenn Sie nach Hause gehen muss niemand hungern.

00:00:53: Der Fisch wäre eine schöne Abwechslung gewesen, aber auch ohne ihn gibt es genug zu essen.

00:00:59: In der biblischen Geschichte für den heutigen Sonntag geht das auch um Fischen – dort geht es allerdings nicht um ein Hobby sondern um das tägliche Brot, um Arbeit, Einkommen und Überleben.

00:01:11: Und am Ende wird deutlich dieser Fischzug ist mehr als nur ein erfolgreicher Fang.

00:01:16: er wird zu einem Zeichen.

00:01:22: Jesus steht am See Genetzerrett.

00:01:24: Viele Menschen drängen sich um ihn, weil sie Gottes Wort hören wollen.

00:01:28: Am Ufer liegen zwei Boote – die Fischer sind ausgestiegen und waschen ihre Netze.

00:01:34: Wo Jesus steigt in eins der Boote das Simon gehört und bittet ihnen ein Stück vom Land wegzufahren?

00:01:39: Dann setzt es sich und lehrt den Menschen vom Boot aus!

00:01:43: Als Jesus aufgehört hat zu reden, sagt er zu dem Simon, fahr hinaus wo es tiefe ist und werft eure Netze zum Fang

00:01:49: aus.".

00:01:50: Simon antwortet, Meister haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.

00:01:56: Aber auf dein Wort hin will ich die Netze

00:01:58: auswerfen.".

00:01:59: Und als sie das tun fangen Sie eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen beginnen.

00:02:05: Sie rufen die anderen Fischer zur Hilfe – und beide Boote werden so voll, daß sie fast sinken.

00:02:11: Simon Petrus erschrickt, er fällt Jesus zur Füße.

00:02:14: nun sagt, Herr geh weg von mir!

00:02:16: Ich bin ein sündiger

00:02:17: Mensch!".

00:02:19: Aber Jesus sagt zu ihm, Fürchte dich nicht!

00:02:22: Von nun an wirst du Menschen fangen.

00:02:24: Und sie bringen die Boote ans Land verlassen alles und folgen Jesus nach.

00:02:30: Zunächst ist das eine Alltagszene.

00:02:33: Boote liegen am Wasser und Jesus nutzt eines davon um etwas Abstand zur Menge zu bekommen damit ihn alle besser hören und sehen können.

00:02:41: Er spricht vom Reich Gottes von Gottes Nähe und von einer Gerechtigkeit die allen Menschen gilt.

00:02:48: Aber es bleibt nicht nur bei Worten.

00:02:50: Jesus sieht auch die Not der Fischer, sie haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen.

00:02:56: Für Sie bedeutet das nicht nur Enttäuschung sondern Sorge – wovon wollen wir leben?

00:03:01: Was bringen wir unseren Familien nach

00:03:03: Hause?".

00:03:05: Und dann sagt Jesus etwas das gegen alle Erfahrungen spricht.

00:03:08: Fahrt noch einmal hinaus!

00:03:10: Werft Eure Netze noch einmal

00:03:12: aus?!

00:03:13: Für erfahrene Fischer klang das vermutlich wenig sinnvoll….

00:03:17: am Tag zu fischen, nachdem die ganze Nacht erfolglos war.

00:03:21: Das Widersprach allen was sie über den Büro fußten.

00:03:25: und doch sagt Simon auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen Und das unerwartete geschieht.

00:03:32: Die Netze werden voll So voll dass sie Hilfe brauchen so voll dass die Boote fast sinken.

00:03:38: Als vergebliche Arbeit wird Fülle Aus Enttäuschung wird staunen Und aus leeren Netzen wird ein Zeichen für Gottes Kraft.

00:03:48: Eigentlich könnte die Geschichte hier enden, Die Fischer könnten nach Hause gehen und ihren Familien von diesem unglaublichen Tag erzählen Von Jesus dem Lehrer der ihnen Mut gemacht hat noch einmal das Aussichtslose zu wagen.

00:04:02: Aber die Geschichte bekommt eine neue Wendung.

00:04:05: Jesus ruft Simon in die anderen in seine Nachfolge und sagt vor nun an wirst du Menschen fangen.

00:04:12: Für unsere Ohren klingt das vielleicht zunächst fremd.

00:04:15: Menschen fangen, deswegen nach Einfangen, nach Festhalten oder überreden.

00:04:20: Gemeint ist aber etwas anderes – Menschen für das Leben gewinnen!

00:04:25: Menschen aus Angst, Verlohrenheit und Hoffnungslosigkeit herauszurufen, Menschen mit Gottes Liebe in Bewegung zu bringen….

00:04:33: Und vieles daran wird ähnlich wie beim Fischen ….

00:04:36: Manchmal scheint es vergeblich zu sein von Gottes Reich zu erzählen….

00:04:41: Das erleben Haupt- und Ehrenamtliche in den Gemeinden.

00:04:44: Wenn Gottesdienst oder Veranstaltungen nur schwach besucht sind, wenn Zahlen zurückgehen, wenn Angebote nicht angenommen werden – da kann man schnell mutlos werden!

00:04:55: Doch gerade dann gilt dieses ermutigende Wort Jesus «Fahr noch einmal hinaus», «Gib nicht auf», «Varge etwas Neues».

00:05:04: Auch in unseren Gemeinden versuchen wir immer wieder Menschen Gottes Wort auf unterschiedliche Weise nahezubringen….

00:05:10: gibt es Taufeste, Freizeiten für Kinder und Jugendliche, gemeinsames Singen, Konzerte geselliges Beisammensein, Formate wie Bibel-, Bier- und Bratwurst.

00:05:22: Manche wundern sich über solche Formen und wünschen sich nur das Vertraute – aber um im Wild zu bleiben der Köder muss dem Fisch schmecken nicht dem Angler.

00:05:33: Manchmal braucht es neue Wege, neue Formen oder neue Sprache damit Menschen erreicht

00:05:39: werden.".

00:05:40: Diese Kraft schaffen wir nicht aus uns selbst.

00:05:43: Jesus ist es, der uns Mut gibt!

00:05:46: Er ruft Menschen auch wenn sie müde sind und er schenkt Kraft gerade da wo wir denken Es hat doch alles keinen Zweck mehr Und das Schöne ist.

00:05:57: man muss dafür nicht perfekt sein Man muss nicht Theologie studiert haben oder besonders spirituelle Fähigkeiten besitzen.

00:06:04: Simon Petrus in seine Gefährten waren einfache Fischer praktische Menschen Menschen mit Schwächen und Zweifeln und mit leeren Netzen.

00:06:15: Und gerade sie ruft Jesus, gerade ihnen traut er zu seine Botschaft weiterzutragen.

00:06:21: Denn Gottes Liebe gilt allen Menschen denen die erfolgreich sind und denen die scheitern, denen die viel wissen und denen den die einfach ihren Alltag bestehen.

00:06:32: Denen die sicher glauben und denen, die voller Fragen sind.

00:06:37: Die Geschichte fragt auch uns Wo sind deine leeren Netze?

00:06:41: Wo hast du gearbeitet, gehofft und versucht und bist doch enttäuscht zurückgekommen.

00:06:47: Wo denken wir?

00:06:48: es hat doch keinen Sinn mehr!

00:06:50: Und vielleicht hören wir gerade dann den Ruf Jesu Fahr noch einmal hinaus Geht dorthin wo es tief ist.

00:06:58: Vertrau einfach meinem Wort.

00:07:01: Vielleicht bedeutet das auch für uns ein Gespräch zu suchen was wir lange vermieten haben einen neuen Anfang zu wagen Eine Aufgabe anzunehmen, vor der wir Respekt haben oder Gott gerade dort Raum zu geben wo wir müde und enttäuscht sind.

00:07:18: Die Geschichte sagt uns Jesus steigt in unser Boot nicht erst wenn alles ordentlich ist, nicht wenn alles erfolgreich ist – nicht dann wenn die Viertel voll sind sondern grade dann wenn sie leer sind.

00:07:33: Und sein Wort kann aus einem Ende einen neuen Anfang machen.

00:07:38: Ein gesegnene Sonntag wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.