Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (321) zu Himmelfahrt 2026

Transkript anzeigen

00:00:00: Andach zur Himmelfahrt.

00:00:02: Von Thales, einem der sieben Weisen wird erzählt, dass er die Himmelsgesetze erforschen wollte.

00:00:09: Darum waren seine Augen immer nach oben gerichtet – zur Sonne, zum Mond und Stannen.

00:00:15: Eines Tages aber viel eher weil er nur nach oben schaute in eine Gruppe.

00:00:20: Eine Frau, die das sah rief ihm zu «Du kannst nicht sehen was vor deinen Füßen liegt und willst erkennen was im Himmel geschieht».

00:00:29: Dieser Gedanke begleitet uns heute am Himmelfahrtstag zu einem besonderen Text aus dem Johannes Evangelion, Dort spricht Jesus zu seinen Jüngern.

00:00:40: Ich bitte aber nicht allein für sie sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden so dass sie alle eins seien.

00:00:47: Wie du Vater in mir bist und ich in dir, so sollen auch Sie in uns sein auf das die Welt glaube, daß Du mich

00:00:53: gesandtest.".

00:00:55: Ja, Vater!

00:00:56: Ich will das wo ich bin auch die bei mir sein, die du mir gegeben hast.

00:01:00: Damit sie meine Herrlichkeit sehen, die Du mehr gegeben hast, denn Du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet

00:01:08: war.".

00:01:10: Es ist ein Gebet Jesu kurz vor seinem Abschied – Ein Gebet, dass nicht nur seinen damaligen Jüngern gilt sondern ausdrücklich auch denen, die später klaupen werden.

00:01:21: Zu Menschen, die klaupend dürfen Auch wenn Sie nicht gleich alles sehen….

00:01:25: Es gilt also auch für uns, auch heute.

00:01:29: Ich bitte aber nicht allein für Sie sondern auch für die, die durch Ihr Wort an mich glauben

00:01:33: werden.".

00:01:35: Hier wird es ganz persönlich!

00:01:37: Jesus schaut über seine Zeit hinaus – er sieht Menschen, die erst noch kommen und genau da finden wir uns wieder.

00:01:46: Wir sind mit gemeint in diesem Gebet, dass sie alle eins sein.

00:01:50: wie du Vater in mir bist und ich in dir so sollen sie auch in uns sein.

00:01:56: Das Ziel ist also nicht, dass wir nur nach oben schauen und nicht das wir uns verlieren, wie der im Himmel noch hier in der Welt bleiben.

00:02:04: Sondern daß wir eins sind – verbunden!

00:02:08: Getragen von einer Beziehung zu Gott und zueinander.

00:02:12: Auf das die Welt glaube, daß du mich gesandt hast.

00:02:15: Diese Einheit bleibt nicht unsichtbar.

00:02:18: Sie verändert etwas, sie wird zum

00:02:21: Zeichen.".

00:02:22: Menschen erkennen etwas von Gott nicht durch perfekte Worte, sondern durch gelebte Gemeinschaft.

00:02:28: Und hier wird deutlich – Gott ist nicht fern!

00:02:32: Er ist mitten in dieser Verbindung.

00:02:34: und das bedeutet Glauben passiert nicht außerhalb unseres Lebens, sondern genau darin.

00:02:41: All das geschieht mehr Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch.

00:02:48: Und es schön ist, Gott liebt Menschen so wie er Jesus

00:02:51: liebt.".

00:02:52: Und das verändert alles, unser Bild von uns selbst und unser Blick auf andere.

00:02:58: Und so bietet Jesus Vater.

00:03:00: ich will dass wo ich bin auch die bei mir

00:03:03: sein.".

00:03:04: Und hier öffnet sich der Horizont.

00:03:07: Das ist keine Einladung zur Weltflucht sondern als Hoffnung.

00:03:11: Unser Leben ist eingebettet in etwas größeres.

00:03:15: Man kann schnell stolpern und die Frauen der Geschichte hatte recht Wer nur nach oben schaut verliert leicht den Boden.

00:03:23: Aber sie hatte auch nicht ganz recht, denn wer nur auf das schaut was vor den Füßen liegt verliert leicht den Blick für das, was wirklich trägt.

00:03:33: Da kann man schnell stolpern, da kann man schnell in ein tiefes Loch fallen!

00:03:38: Der Glaube lebt genau in dieser Spannung mit beiden Beinen auf der Erde stehen und trotzdem den Blick offen halten für den Himmel oder anders gesagt – Mit Gott rechnen mitten im

00:03:50: Alltag!".

00:03:51: Und daraus entsteht Hoffnung.

00:03:53: Die Welt muss nicht so bleiben wie sie ist, Nicht weil wir alles im Griff haben Sondern weil Gott wirkt Weil Verbindung möglich ist Weil Liebe stärker ist als Trennung.

00:04:06: Der Glaube lädt nicht zum Stehenbleiben ein und nicht zurückwärts schauen.

00:04:12: Er sagt Geh weiter, lebt.

00:04:14: was ich euch zugesagt habe.

00:04:17: Und vielleicht geht es genau darum Nicht nur auf das, was für unseren Füßen liegt sondern beides verbinden.

00:04:26: Himmel und Erde, Gott und Alltag, uns und die Anderen.

00:04:32: Ein gesegnet Himmelfahrtstag wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.