Sup. Andreas Berger: Podcast-Andacht (319) zum Sonntag Kantate 2026
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00:00:00: An Nacht zum Sonntag cantate.
00:00:03: Stellen Sie sich vor, eine Hochzeit Ein Einzug ohne Musik undenkbar.
00:00:10: Und dann die Feier.
00:00:11: Menschen lachen Kläser klingen Und irgendwann steht jemand auf und alle beginn zu singen.
00:00:18: Vielleicht ein Klassiker Vielleicht sing manche schief oder zu laut Aber alle machen mit Eine zweite Szene ein Friedhof.
00:00:28: Es ist still Menschen bei einer Trauerfeier.
00:00:32: Und dann beginnt jemand am Grab zu singen, leise zögern und nach und nach stimmen andere ein.
00:00:39: Andere lassen die Musik nur auf sich wirken.
00:00:43: Zwei unterschiedliche Momente doch sie haben vieles gemeinsam.
00:00:48: Musik begleitet uns in fröhlichen und traurigen Stunden.
00:00:53: Ja Musik umgibt unser ganzes Leben Bei Feiern und Festen, bei Einweihungen und Staatsakten, bei Trauerfeiern und festlichen Anlässen.
00:01:04: Überall gehört Musik einfach dazu – Musik im Radio, am Handy, im Auto oder auch in der Kirche.
00:01:12: Meistens wird sie aber nur gehört und nicht selbst gesungen.
00:01:17: Also Musik gehört zu unserem Leben!
00:01:20: Warum singt wir wenn wir glücklich sind?
00:01:22: Und auch dann wenn wir traurig sind brauchen wir
00:01:25: Musik.".
00:01:26: Warum reicht es nicht einfach nur zu reden?
00:01:30: Ich lese einen alten Text vor, er ist fast dreitausend Jahre alt.
00:01:36: Da versammelte Salomo alle ältesten Israels – alle Häupte der Stämme und die Fürsten der Sippen Israeles in Jerusalem – damit sie die Lade des Bundes des Herrn hinaufbrechten aus der Stadt Dawids, das ist Zion.
00:01:51: Und es versammelt sich beim König alle Männer Israells zum Fest, dass im siebten Monat Und es kamen alle ältesten Israels und die Levitten hoben die Lade auf, und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heilichen Gerät, das in der Stiftshütte war.
00:02:08: Und es brachten Sie hinauf die Priester und Levitnen.
00:02:12: Und alle Levitne, die Sänger waren – nämlich Asaf-Hemann, Jethu Thun ihre Söhne und Brüder – angetan mit Leinwand standen östlich vom Altar mit simpelm Psaltern und Hafen und mit ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bließen.
00:02:29: Und es war als wäre es einer der Trompetete uns Sänge, Als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn.
00:02:37: Und als sich die Stimme der Trompeten Simpel- und Seitenspiele erhob, und man den Herrn lobten, Er ist gültig und seine beim Herzlichkeit wert ewig!
00:02:47: Da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke als das Haus des Herrn, so dass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke.
00:02:55: Denn die Herrlichkeit des Herrn umhüllte das Haus
00:02:59: Gottes.".
00:03:01: Eine kleine wunderbare Szene!
00:03:04: Ein riesiges Fest – endlich kann der Tempel eingeweiht werden.
00:03:09: alle jubeln und singen vor Freude Und es sind viele Menschen, die musizieren mit Instrumenten und sie singen laut und intensiv, vielleicht nicht alle perfekt ist aber gemeinsam.
00:03:24: Und es wird geschrieben als wäre es einer.
00:03:28: Egal ob sie hoch oder tief singen mehr prummen oder gar nicht den Ton halten können Aber Sie singen aus vollem Herzen.
00:03:37: Musik geht dorthin wo Worte oft nicht hinkommen.
00:03:40: Und genau das passt in diesen Text.
00:03:43: Die Menschen sagen nicht einfach Gott is gut Sie singen es, immer wieder.
00:03:49: Er ist gültig und seine Barmherzigkeit wehrt
00:03:51: ewig.".
00:03:53: Und dann passiert etwas Seltsames – da kommt plötzlich eine Wolke so dicht das niemand mehr arbeiten kann.
00:03:59: Alles steht still!
00:04:02: Vielleicht muss man das gar nicht zu wörtlich verstehen?
00:04:05: Vielleicht ist es eher so ein Moment den wir auch kennen….
00:04:08: wenn dich etwa so berührt dass du kurz nichts mehr sagen kannst … Wenn er nie dich trifft und plötzlich ist alles ruhig in dir.
00:04:18: Das passiert auch heute, dafür braucht man keinen Tempe!
00:04:22: Das passiert wenn im Auto ein Lied erklingt das genau passt?
00:04:28: Ein Konzert oder wenn wieder das Lieblingslied erklingt wo Verliebte sich kennengelernt haben?
00:04:35: Oder eben ganz leise Wenn jemand am Grab singt.
00:04:39: Und genau da wird es besonders am Grab Da wo nichts zu feiern ist, da wird gesungen.
00:04:45: Das wirkt vielleicht erst einmal seltsam – vielleicht für manche sogar unpassend!
00:04:51: Aber vielleicht ist es genau richtig?
00:04:54: Weil Singen etwas sagt was man nicht erklären kann.
00:04:57: Dass da noch Hoffnung ist, dass da nicht alles vorbei ist, das etwas bleibt.
00:05:03: Denn wenn mir Nichts singen würden sondern schweigen dann hätte der Tod das letzte Wort.
00:05:09: Aber das letzte Wort hat der lebendige Gott.
00:05:12: Und darum können die einen singen und den anderen, denen vielleicht die Kraft dazu fehlt, ihnen rührt es die Herzen an.
00:05:21: Singen gehört zum Leben.
00:05:23: Vom Anfang bis zum Ende!
00:05:25: Wir werden in eine Welt hineingesungen mit Schlaflieder – schon die kleinsten erleben es.
00:05:31: Und dann wird mir mit einem Lied verabschiedet.
00:05:34: Und dazwischen da feiern wir, da lieben Da zweifeln wir, aber immer wieder singen wir.
00:05:43: Vielleicht ist es wichtig dass wir das kennen – ein Lied, das mich trägt Ein Moment in dem ich nicht allein bin.
00:05:52: Und das ist genau die Idee hinter diesem alten Text Das Singen mehr ist als Musik Dass es verbindet Menschen untereinander und vielleicht auch mit etwas größern Singen aus Freude über die Begleitung und Barmherzigkeit Gottes.
00:06:09: Wann haben Sie das letzte Mal wirklich gesungen?
00:06:12: Nicht nebenbei, sondern bewusst.
00:06:16: Es lohnt sich auf alle Fälle.
00:06:18: Singe dem Herrn ein neues Lied!
00:06:21: Ein gesegnet Sonntag wünscht Ihnen Ihr Superintendent Andreas Berger.
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